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Zukunftsforschung als Chance Ökologische Utopien können Wirklichkeit werden
von Dipl. Ing. Merete Mattern (ehem. Prof. USA)
erschienen im Magazin 2000plus EXTRA 3 (Nr. 188/2003)
Für diese Erde gibt es ein Thema, das seit Beginn der Weltraumfotografie allen Menschen anschaulich macht, dass dieser Planet
eine in blaues Licht eingetauchte Wesenheit ist. Im Näherkommen erfahren wir mehr und mehr von einer an uns gestellten Aufgabe, die mich berührt, seitdem ich mit Freunden ein Institut für Kosmo-Ökologie durchdacht
habe. Ich denke, es sollte auch gegründet werden, da es bisher nur in den Köpfen der potenziellen Gründer mit seinen Thesen und Hypothesen wirkt. Ich glaube an die Kraft des Geistes, an die morphogenetischen Felder,
wie sie von Rupert Sheldrake geschildert werden. Während ich hier diese Dinge denke, denken dies auch andere Menschen auf diesem Planeten zur gleichen Zeit.
Wie kommen wir auf den Begriff Kosmo-Ökologie ?
Wir gehen davon aus, dass das ganze Universum lebt. Diese Idee ist keineswegs neu, sondern wird auch in Schriften und
Überlieferungen aus vergangenen Jahrhunderten dokumentiert.
Ich selbst habe versucht, einerseits wissenschaftlich und andererseits auch visionäre Durchgaben zu diesem Lebewesen zu erfahren,
innerlich nachzuvollziehen, darüber zu meditieren. Welche Eigenerfahrungen haben wir bei der Idee, dass ein Sternensystem lebt, dass eine Galaxie lebt und dass wirksame Kräfte als eine Einheit durch die Verwobenheit
aller Beziehungen und Abhängigkeiten für uns wahrnehmbar werden ? Die große Frage, die sich für viele Ökonomen in Bezug auf den Kosmos stellt, ist etwa diese : Ist es wirklich so, wie es etwa aus Urzeiten berichtet
wird, dass der gesamte Kosmos ein einziges Lebewesen ist - Adam Kadmon, wie er auch in manchen Religionen beschrieben wird ? Jeder dieser Sterne oder Planeten hat eine Sternenwesenheit, die übergroß ist und mit der
Aura dieser Sterne oder Planeten verschmilzt. Manche dieser Planeten haben sieben Sphären, manche zwölf und andere vielleicht noch mehr - das hängt von ihrer Eigenrhythmik, ihrer Schwingung sowie Geburt und
letztendlich Tod ab; darüber machen sich zur Zeit viele Astronomen Gedanken, auch wenn sie Schulwissenschaftler sind, und versuchen, diese Lebenszyklen unserer « Sternenbrüder » zu berechnen. Ein Vergleich zwischen
mythischem oder magischem Wissen über diese Wesenheiten bis in die moderne Wissenschaft hinein hat mich schon immer fasziniert.
Abb.1: Der Blick vom Mond auf den blauen Planeten. Sie sollte auch in Zukunft die Heimat zahlreicher kommender Generationen sein.
Wir selbst vergiften unseren Planeten
Bei der Collage (Abb. 2) habe ich die Erde symbolisch über einer mäandrierenden (sich schlängelnden) Flusslandschaft mit Gebirgszug montiert, darüber die Wolken mit dem Wind. Die Ökologen fordern
alle, wenn wir die Erde heilen wollen, was unser aller Aufgabe sein sollte, so müssen wir die Erde als Einheit begreifen, als ein Lebewesen. Vom ökolgischen Standpunkt aus können wir berichten, dass die
Winde rund um den ganzen Planeten gehen, und die Gifte, die wir hier in den Industrienationen emittieren, sich über den ganzen Globus verteilen, vorwiegend auch in die Arktis und Antarktis sowie auf die
höchsten Berggipfel, wo sie in Schnee und Gletschern immer mehr angereichert werden. Damit vergiften wir die Süß- bzw. Trinkwasserreserven künftiger Generationen, wenn die Bergquellen
dereinst durch das Abschmelzen dieser Ressourcen gespeist werden. Kaum einer unserer heutigen Ökologen macht sich darüber Gedanken, wie wir dies in Zukunft vermeiden können. Wie wir wissen, besteht
der menschliche Körper aus bis zu 80 % Wasser und stellt somit im Kleinen ebenfalls eine Art « Wasserplanet » dar. Als letztes Glied der Nahrungskette müssen künftige Generationen mit unseren heutigen
Hinterlassenschaften leben und vor allem überleben - dies fängt schon mit der Belastung der Mütter während Schwangerschaft und Stillzeit an, wobei wir in manchen Regionen schon heute einen enormen
Anstieg an Missbildungen und Krankheiten zu verzeichnen haben, die überwiegend auf Umweltgifte und belastende Nahrungsmittel zurückzuführen sind. Abb.2: Collage der Elemente, die Voraussetzung für ein kosmo-ökologisches Zusammenwirken und eine
Heilung unserer Erde sind.
Unsere Erde ist ein lebendiger Organismus
Wie die Luft bzw. Winde mit dem Wasser zusammenwirken, werde ich an späterer Stelle im Zusammenhang mit
Bebauung und Bewaldung erläutern. Hier möchte ich zunächst nur auf den globalen Zusammenhang hinweisen. Die Winde kreisen um die gesamte Erde und beeinflussen das oberirdische Wassersystem. In der Erde haben wir
Magmaströme und ein inneres Feuersystem, das unseren gesamten Planeten ähnlich wie ein Aderngeflicht durchzieht.
Wenn nun also ein größerer Vulkan explodiert, wird wiederum ein Prozess eingeleitet, in dem die Vulkanasche und
Wolken mit den Winden um die Erde ziehen und das Klima so weit verändern können, dass wir mehr Regen und
Schnee haben und auch die Atmosphäre soweit eintrüben können, dass wir über Jahrzehnte eine klimatische Abkühlung
erfahren, die zu einem enormen Vorrücken der Vergletscherung führen kann, wie wir es aus den Erkenntnissen zu den
Eiszeiten wissen. Doch auch der menschliche Eingriff in die Natur beeinflusst zunehmend die klimatische Entwicklung
unseres Planeten. In den Industrienationen wurden über zwei Drittel der vormals mäandrierenden, natürlichen Flussläufe
in den vergangenen Jahrhunderten begradigt. Dies hat zur Folge, dass sich diese Flüsse aufgrund der nun höheren
Fließgeschwindigkeit immer tiefer in die Erde eingraben und auch das Grundwasser der Umgebung absinkt, weil das
Wasser nun in Erdschichten eindringen kann, die vorher nicht erreichbar waren. Dies bedeutet, dass die Erdoberfläche
immer mehr austrocknet und sich das Wasser in unterirdischen Schichten und Becken ansammelt, die wir nur mit sehr
hohem und technischem Aufwand anzapfen können. Mit diesen wenigen Punkten möchte ich Sie für diese Problematik
sensibilisieren und denke, dass Ihnen viele dieser Zusammenhänge sicherlich bereits bekannt sind. Eine Erklärung
sämtlicher ökologischer Zusammenhänge würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen und vermutlich mehrere Bücher füllen.
 Weltweit ist eine zunehmende Verwüstung und Austrocknung erkennbar
Wenn Sie die Gelegenheit zu Auslandsreisen hatten, so ist Ihnen vielleicht auch schon
aufgefallen, dass insbesondere in höheren Lagen die Landschaften immer kränker werden. Sei es nun in Spanien, wo Terrassenpflanzungen austrocknen, die über Jahrhunderte, von
Generation zu Generation, angelegt, gepflegt und genutzt wurden oder im indisch-tibetischen Grenzgebiet, wie es die Abbildung 3 zeigt.
Abb.3: Künstlich geschaffene Terrassenlandschaft im indisch-tibetanischen Grenzgebiet. Keine Terrasse und kein
Gebäude steht hier irgendwo zufällig, sondern wurde nach geomantischen Grundsätzen angelegt.
Unsere Vorfahren nutzten die Verwerfungen unserer Erde, die auch eine Ausdrucksprache haben, nach strengen
Grundsätzen, die uns zum Teil noch in alten Überlieferungen und heiligen Schriften erhalten sind. Es ist erstaunlich und im
Grunde auch traurig, dass dieses Jahrtausende alte Wissen in der heutigen Schulwissenschaft gar nicht oder kaum noch
beachtet wird. Die kleinen Häuschen, die Sie auf diesem Bild sehen, stehen alle auf gezielt geomantisch ausgesuchten
Stellen. Erdstrahlung, Lichtverhältnisse, Bodengüte, Wasseradern usw. waren Kriterien, mit denen man keine Baustelle
dem Zufall überließ. Auch auf die mit zunehmender Höhe sich charakteristisch ändernden klimatischen Verhältnisse
wurde stets Rücksicht genommen. Wenn wir uns einige Merkmale einer kranken Landschaft betrachten, so müssen wir
erkennen, dass wir diese immer häufiger, vor allem in den Industrienationen antreffen. Zunächst ist es eine mosaikartige
Zersplitterung eines ursprünglich zusammenhängenden Waldgebietes, das in seinen einzelnen Parzellen nicht mehr in der
Lage ist, einen klimatischen Ausgleich und eine entsprechende Wasserspeicherfähigkeit zu gewährleisten. Die Folge sind
dazwischen liegende Trockengebiete und eine Erkrankung oder Absterben bestimmter, insbesondere flachwurzelnder
Baumsorten. Kanalisierte Fluss- und Bachläufe ohne feuchte Auengebiete und eine großflächige landwirtschaftliche
Nutzung haben leider keine landschaftspflegende Wirkung, wie über Jahrhunderte behauptet wurde, sondern führen uns mittelfristig in eine ökologische Katastrophe.
Ohne Wasser kann der Mensch nicht leben. Die enorme Zunahme der Weltbevölkerung allein in den vergangenen
einhundert Jahren und die damit verbundene Zersiedelung nutzbarer Flächen machen unsere Wetterentwicklung immer
chaotischer. Zusammenhängende Wälder auf den Hügeln, die den Regen anziehen, könnten hier bereits eine deutliche
Abhilfe schaffen, wie ich noch später anhand der von mir so postulierten « Waldkammern » beschreiben werde. Das
weltweite Voranschreiten der Wüsten könnte durch einen Saum von Getreidefeldern gestoppt werden, die selbst nur
wenig Wasser benötigen, allein durch ihre Fähigkeit, den nächtlichen Tau anzuziehen und zu speichern. Obwohl dieses
Wissen vorhanden ist, wird bisher nicht gehandelt. Da stellt sich mir die Frage, ob wir wie zu den Zeiten des Turmbaues
zu Babel in einer absoluten Sprachverwirrung leben. Steht vielleicht die Apokalypse oder der « Weltuntergang », wie es
viele nennen, unmittelbar bevor ? An der Krankheit unserer Landschaften gemessen, muss ich diese Frage fast eindeutig
bejahen. Eine Menschheit, die ihren Wasserkreislauf und ihre Süßwasserreserven vergiftet und zerstört, untergräbt ihre
Fähigkeit zu überleben. Die Folgen der menschlichen Eingriffe vollziehen sich wie eine Krebskrankheit langsam und
schleichend über die Jahrhunderte, bis sie sich dann im Endstadium blitzschnell steigern und zu einem irreversiblen Kollaps führen.
Erkenntnisse der Physik bestätigen Anhäufung und Beschleunigung ungewöhnlicher Wetterphänomene
Der Physiker Bernhard Philbert kam bei der Berechnung zukünftiger Wetterphänomene zu erstaunlichen Ergebnissen.
Die Steigerungsrate einer bisher leicht anschwellenden, steigenden Kurve erfolgt bei Krankheitsverläufen und auch bei
der zunehmenden Umweltzerstörung nahezu plötzlich exponenziell. Neben den bereits bekannten Phänomenen von Klimaveränderungen hat er die dazu parallel verlaufende Zerstörung der Luft berechnet. So beschreibt er nun
Phänomene, die voraussichtlich durch den weltweiten Sterbevorgang unserer Landschaften erfolgen werden. Es wird
nicht nur eine Klimaaufheizung erfolgen, die zum Abschmelzen der Pole und Gletscher und einer damit verbundenen
Überschwemmung zahlreicher Küstengebiete führt. Bereits heute zeigen neueste Messungen, dass die Erde auch aus
ihrem Inneren her wirkt. Sie bekommt sozusagen « Fieber », denn unterirdische Seen an den Polen und Tiefseequellen
in den Ozeanen zeigen einen immer deutlicheren Temperaturanstieg, der den Wissenschaftlern bisher unerklärlich ist.
Nach seiner Hypothese werden atmosphärische Phänomene erscheinen wie verstärktes Wetterleuchten, aber auch das
Auftreten von rätselhaften Kugeln aus Licht, die häufig für UFOs gehalten werden. Es werden auch Sonnenphänomene
erscheinen, als ob eine zweite Sonne auf- oder untergeht. Es könnte auch sein, dass ein neuer Stern auf die Erde
zukommt, wie es schon häufig vorausgesagt wurde. Ein Stern, der aus oder um die Sonne herum kommt und für uns
plötzlich wahrnehmbar wird. Dieser « Phönix aus der Asche » könnte möglicherweise die Erdumlaufbahn kreuzen und
mit seinem Schweif auch die Erdoberfläche erreichen bzw. streifen. Dieser Einfluss könnte die klimatischen Reaktionen
enorm beschleunigen. Wenn wir den Kosmos und unser Sonnensystem als ein lebendiges Wesen begreifen, so brauchen
wir ein solches Ereignis nicht als « Eingreifen Gottes » bezeichnen, sondern können es als eine natürliche Reaktion
verstehen, mit dem ein übergeordnetes System auf eine « kranke Zelle », wie sie nun mal leider unsere Erde darstellt, reagiert.
Bergbau und Erdölförderung stören das ökologische « organische » Gleichgewicht
Den meisten Menschen ist überhaupt nicht bewusst, welche Gefährdungen wir insbesondere durch die Erdölförderung
erhöhen. Das innere « Adernsystem » der Erde, wie ich es schon beschrieben habe, ist zum Teil mit Gaskammern
verbunden. Durch das Abpumpen von Erdöl entstehen neue Hohlräume, die zu einer Verschiebung und Verlagerung dieser natürlichen Gaskammern führen. Diese Veränderung des inneren Gasdruckes hat Auswirkungen auf den
Vulkanismus, aber auch auf das Auftreten von immer stärkeren Erdbeben. Der Irak-Krieg, in dem es aus meiner Sicht
überwiegend um die zukünftige Nutzung der dort lagernden Erdölvorkommen ging, war im Grunde völlig sinnlos, da wir
überhaupt kein Erdöl mehr verbrauchen dürften, wenn wir unsere Erde heilen wollen. Nicht nur die Förderung, auch der
Transport verschmutzt Landschaften und Meere und die Verbrennung führt zu einer Anreicherung schädlicher Gase in unserer Atmosphäre, von Tankerunglücken mit ihren ökologischen Folgen ganz zu schweigen.  Viele Küstenhäfen wurden zur Aufnahme immer
größerer Schiffe deutlich vertieft, was zur Folge hat, dass nun Salzwasser unterirdisch in das Grundwasser und die Mündungsbereiche von Flüssen eindringt, was nicht nur dazu führt, dass
diese Küstenstädte ihr Trinkwasser aus entfernteren, höher gelegenen Ressourcen herbeipumpen müssen, sondern auch das Gleichgewicht der Flora und Fauna in den betroffenen Gebieten empfindlich gestört wird
(siehe Abbildung 4). Die Versalzungsprozesse im Grundwasser führen zudem zu einem großen Rückgang landwirtschaftlich nutzbarer Flächen in Küstennähe und steigenden Ernteausfällen. Das
weltweite Wachstum der Metropolen und deren immer größer werdende Slumgebiete ohne ausreichendes Frischwasser und Kanalisation verstärkt diese Phänomene noch und führt zu einer
zunehmenden Verwahrlosung der dort lebenden Menschen, die durch Armut, Krankheit, Unterernährung und eine Zunahme der Kriminalität gekennzeichnet ist. Insbesondere in Südamerika
herrschen zum Teil Zustände des Überlebenskampfes, die wir uns hier in Europa kaum vorstellen können. Abb.4: In Hafenstädten werden für Großcontainerschiffe die Hafenbecken vertieft, was dazu führt, dass
Salzwasser in kleinen Bächen und Flüssen unterirdisch aufwärts fließt und langsam die Flächen versalzen, auf denen landwirtschaftliche Produkte erzeugt werden.
« Land unter » an Europas Küsten
In einem Atlas fand ich eine Abbildung, die in fast allen Atlanten fehlt und auch in der öffentlichen Diskussion
totgeschwiegen wird. Diese Karte (Abbildung 5) zeigt nämlich den neuen Küstenverlauf in Europa, wenn es durch das Abschmelzen der Pole und Gletscher zu einem Ansteigen des Meeresspiegels kommt. Diese Karte beruht
auf streng wissenschaftlichen Berechnungen und entspringt daher keiner Viesion eines « Weltuntergangs-Propheten ». Wie Sie erkennen können, sind von dieser ansteigenden Flut
Millionen von Menschen allein in Europa betroffen. Wo werden sie hinfliehen und wo können sie sich ansiedeln ? Früher ging man davon aus, dass sich dieser Prozess nur
langsam über Jahrzehnte hinzieht und ihm mit einer allmählichen Umsiedlung begegnet werden kann. Neuere Erkenntnisse, die man aus der Analyse von Eis- und Erdbohrkernen gewonnen hat (an denen man wie an einem
Baum durch die Jahresringe klimatische Veränderungen ablesen kann), zeigen jedoch, dass in der erdgeschichtlichen Vergangenheit schon öfter solche dramatischen Umweltkatastrophen ganz plötzlich aufgetreten sind. Wir
sind heutzutage vorgewarnt durch Prophezeiungen von Nostradamus und auch zeitgenössischer Seher ; ich möchte hier
an Edgar Cayce erinnern, den ich schon als junge Frau gelesen habe und der recht konkrete Angaben macht über
weltweite dramatische Veränderungen, die relativ schnell und plötzlich auftreten werden. Nach seiner zeitlichen
Einschätzung dürfte hierzu die Zeit langsam reif sein. Viele für diese Themen sensible Menschen haben bereits die
Konsequenz gezogen und sind in vermeintlich sichere Gebiete gezogen, während die etablierte Wissenschaft und die Politik diese Themen verdrängen, um keine Panik zu erzeugen. Abb.5: Landkarte mit den markierten Überschwemmungsgebieten, wenn die Pole und Gletscher durch die
globale Erwärmung abschmelzen sollten.
Kann die ökologische Katastrophe noch verhindert werden?
Katastrophenszenarios, welche die Menschheit und unsere Erde erwarten, kann man heute bei ernsthaften
Wissenschaftlern nachlesen und nicht nur bei Propheten. Dass es so wie bisher nicht weitergehen kann, spüren sehr viele
Menschen zumindest im Unterbewusstsein und es gibt auch sehr viele Menschen, die durch Ahnungen oder Träume vor
zukünftigen Ereignissen gewarnt werden. Eine Bekannte aus München, die Ehefrau eines Museumsdirektors, erzählte
mir z. B., dass sie seit ihrer Kindheit immer wieder träumt, dass München überschwemmt wird und unter Wasser steht.
Derartige Warnträume sollten wir nicht verdrängen, sondern als Wecker annehmen, um zu handeln. Es stellt sich
schließlich die Frage, ob die dramatischen Ereignisse, die kurz bevorstehen und eigentlich auch in jedem Augenblick sich
steigern könnten, durch ein bewusstes Handeln gemildert oder vielleicht sogar verhindert werden können. Die
Abbildung 6 zeigt eine vereinfachte Karte von Deutschland mit den verbliebenen Waldgebieten. Wenn nun Hellseher
ankündigen, dass sich das Klima in unserem Land deutlich verändern wird und sogar Palmen wachsen werden, so muss
ich beim Betrachten dieser Karte feststellen, dass dies als Folge unseres jahrhundertelangen Raubbaus ohne großflächige Aufforstung zwangsläufig auf uns zukommen muss, nur will es bisher niemand so recht wahrhaben.
Abb.6: Karte von Mitteleuropa mit den noch verbliebenen Waldgebieten -
schon heute das Mosaikbild einer kranken Wüstenlandschaft.
Abb.7: Karte von Mitteleuropa mit Waldkammern (grün eingezeichnet), wenigstens auf den Bergrücken, damit mehr Quellen fließen. In einer Waldkammer kreist der
Wind optimaler und stimmt Mikro- und Makro-Klima ausgeglichener aufeinander ab.
Abb.8: Karte von Mitteleuropa mit den Hauptwaldkammern. Alle Flüsse (weiße Verläufe) müssen saniert werden.
Abb.9: Schematischer Aufriss einer ökologisch funktionierenden Paradies-Landschaft.
Autarke Wind- und Wasserkreisläufe sorgen für ein stabiles, regionales Mikroklima.
Die Abbildung 9 zeigt einen ersten möglichen Sanierungsschritt, bei dem durch die Wiederbepflanzung mit Mischwald
an den Bergrücken und Hügeln wieder zusammenhängende Waldkammern geschaffen wurden, die eine Stabilisierung des Klimas und Speicherung des für uns lebensnotwendigen Süßwassers ermöglichen.
Unseren Urahnen war die ökologische Bedeutung der Wälder bereits bekannt
Die moderne Forschung konnte ermitteln, dass vor allem in Norddeutschland rund zwei Drittel der Wälder, von denen
wir heute leider nur noch Fragmente finden, nicht auf natürliche Weise entstanden sind, sondern von den damals dort
lebenden Germanen und Kelten künstlich angepflanzt wurden. Da kann man im Grunde nur zutiefst stauen. Wie konnten
diese Vorfahren, die wir im allgemeinen als weniger entwickelt betrachten, solche landschaftlichen Großbaumaßnahmen ergreifen ? Wieso ist dieses Wissen über die ökologischen Zusammenhänge zwischen Wald, Klima und
Süßwasserkreislauf verloren gegangen ? Selbst in den bekanntesten ökologischen Fachbüchern finden diese
Erkenntnisse bis heute kaum eine Erwähnung. Die einzigen Quellen über diese Zusammenhänge kennen wir nur noch in Frankreich. Dort wurden noch im 19. Jahrhundert großflächige Aufforstungen vorgenommen, im Rahmen der
Industrialisierung kam dieses Wissen jedoch im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder und viele dieser Flächen
sind mittlerweile wieder abgeholzt worden. Wie kommt es, dass diese Menschheit, die angeblich immer bewusster wird,
praktisch einem globalen Vergessen anheimfällt, bei dem jahrhundertealtes Wissen einfach verlorengeht ? Wenn wir
wieder zur Betrachtung unserer Erde als ein organisches Wesen zurückkommen, so können wir den Wald als ein
schützendes Fell sehen, das vor Wind, Wetter, Hitze und Kälte schützt. Rasieren wir einem Tier sein Fell ab, so wird es nachts frieren und tagsüber verbrennen - Wüstenklima !
Das Paradies der Zukunft
Das Ziel, wieder ein natürliches Paradies zu schaffen und eine Gesellschaft aufzubauen, die paradiesische
Zusammenhänge hat, wäre unter folgenden ökologischen Voraussetzungen möglich, die durch die Abbildung 9
symbolisiert werden. Es handelt sich hierbei um ein positives Aufbauprinzip. Eingebettet in eine Waldkammer, die sich
an der geologischen Umgebung orientiert - diese kann ring- oder U-förmig angelegt sein - finden wir ein Tal, das auch
mit Hügeln durchsetzt sein sollte, die wir mit Baumgruppen bepflanzen und zu weiteren, waldkammerähnlichen
Netzwerken verflechten. Dadurch entstehen Inseln, in denen der Wind frei kreisen kann. Flüsse und Bachläufe sollten
mäandrieren und damit frei schwingen können. Hinzu kommen natürliche oder künstlich angelegte Teichsysteme. Die
hohe Bewaldung nährt die Süßwasserquellen und führt zu aufsteigender Wärme über den Wäldern. Dadurch wird einströmender Wind angehoben, wie durch die weiße Linienführung im oberen Bereich des Bildes angedeutet wird.
Nach dem Abkühlen in höheren Luftschichten sinkt dieser Wind wieder ab und kann an der nächsten Waldkammer abregnen. Unsere Kulturgeschichte zeigt leider, dass landschaftliche Baumaßnahmen immer erst als Folge einer
Besiedelung ergriffen wurden. Um ein ökologisch funktionierendes System zu schaffen, sollte es jedoch genau
umgekehrt sein. Erst wenn die Bepflanzungen und der Landschaftsbau abgeschlossen sind, kann man behutsam eine Wohnbebauung eingliedern.
Utopie oder Realität ?
Es steht natürlich außer Frage, dass durch die hohe Bevölkerungsdichte eine so radikale Umgestaltung nicht so ohne
weiteres möglich ist. Auch das Bodenrecht und die verteilten Besitzverhältnisse mit den unterschiedlichsten Inertessen
stehen großangelegten Bau- oder Aufforstungsmaßnahmen derzeit noch im Wege. Doch wenn wir nicht aufwachen und
handeln, dann werden wir sicherlich bald mit dramatischen Ereignissen und Phänomenen konfrontiert werden, die
vermutlich nicht nur viele Menschenleben fordern werden, sondern auch die derzeit bestehenden Besitzverhältnisse als
unwichtig erscheinen lassen. Am Beispiel des Großraumes Berlin möchte ich Ihnen aufzeigen, welche Maßnahmen hier
erforderlich wären. Auf der Abbildung 10 sehen Sie eine seit 100 Jahren geplante Aufforstung dunkel eingezeichnet.
Auch Berlin ist von einer Hügelkette umgeben und alle in diesem Bild gelb markierten Flächen müssten aufgeforstet
werden. Dies hätte zur Folge, dass Tausende Menschen aus diesen Bereichen umgesiedelt und die vorhandene Bebauung entfernt werden müssten. Ein Rückbau begradigter Fluss- und Bachläufe sowie die Wiederherstellung von
Feuchtgebieten wären weitere zu ergreifende Maßnahmen.
Abb.10: Bereits vor rund 100 Jahren schlugen führende deutsche Ökologen vor, die Restbestände des Waldes
rund um Berlin entsprechend den dunkel eingezeichneten Flächen aufztuforsten. Nach meiner Auffassung
müssten auch die hier gelb markierten Flächen bewaldet werden, um eine autarke Ökozone zu gewährleisten.
Abb.11: Mögliche An- und Umsiedlungsgebiete, stern- bzw. blumenförmig entlang S-Bahnlinien.
Mit einer grundlegenden Bodenreform könnten diese Maßnahmen schon heute in Angriff genommen werden.
Bei der Abbildung 11 habe ich eine strahlenförmige, fast blumenhafte weitere Besiedelung der Stadt Berlin entlang den
S-Bahnlinien eingezeichnet. Dazwischen könnte die neu zu schaffende Bepflanzung fast bis zum Zentrum reichen. Dieser
Umbau ist möglich und auch nicht teurer als die Baumaßnahmen, die in den kommenden Jahren in dieser Region
anstehen dürften. Doch nur, wenn wir uns vom individuellen Grundbesitz lösen und alles Land als zu schützendes
Gemeingut unter ökologischen Gesichtspunkten neu gestalten, besteht für die kommmenden Generationen eine Chance
zu überleben. Ansonsten wird sich das Krebsgeschwür des industrialisierenden Menschen weiter über die Erde ausbreiten, bis sich diese wehren oder sterben wird.
© Merete Mattern
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