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Bergstädte

Zusammenfassung über meine Arbeit nach Entwicklungszyklen

von Dipl. Ing. Merete Mattern (ehem. Prof. USA)
 

Im Allgemeinen halte ich 3 Stunden systematische Vorlesung, um einen 1. Überblick über das Gesamtwerk zu geben. Nach einigem Nachdenken scheint es mir nun wichtig zu sein, meine Arbeiten nach Entwicklungszyklen zu ordnen, was ich bisher in meinen Übersichtsvorlesungen nicht tat.

In den "Übersichtsvorlesungen" ging ich nach der "Wichtigkeit" der Aufgaben vor, die in meinen Augen notwendig seien, um die gegenwärtigen aktuellsten Krisen zu lösen.

Es geht mir um eine vorrangig ökologische Einordnung der autonom-autarken Selbstversorgerstädte in das "Waldkammerkonzept", das ich nach Prof. Herta Hammerbacher weiter entwickelte, sowie in das Wasserbaukonzept, das Professer Hermann Mattern in mir zur Vertiefung und Weiterentwicklung weckte: weil er schon um 195o in uns Studierenden an der Werk-Akademie Kassel das Bewußtsein dafür weckte, daß auch in Europa bald Wassermangel herrschen werde, wenn wir nicht handeln. Diese Grundfragen in Kombination - wie hängen Wald- und Wasserwirtschaft im Landschaftshaushalt zusammen - führten mich sehr bald zu den Grundlagen meiner Städtebautheorie, die ich nun lebenslänglich ausbaute:

Jetzige Städte wuchern wie Krebsgeschwür und hindern den freien Wasserlauf, blockieren und stauen, daher: Städte müssen verkleinert und konzentriert werden, zu Gunsten mäandrierender Flüsse mit breiten, wasserhaltenden Flußauen, die Kanalisierung der Flüsse muß aufgehoben werden, nicht nur wegen Überschwemmungsgefahren, der Schaffung von Rückhaltebecken, neuen weit ins Vorland hineinreichenden Wällen gegen Überschwemmungen, ohne das freie Mäandrieren kleiner und kleinster Nebenwassergerinsel zu unterbinden, sondern vor allem, um die breiten Uferzonen wie einen Schwamm auszubilden, der ebenso Wasser für Trockenzeiten zurückhält und langsam an die Landschaft abgibt. Aus diesem Grunde müßte nun ebenfalls die im 19. Jahrhundert entwickelte Landwirtschaft, die bis an die Flußufer vorstieß, wieder fortgenommen, daher zurückgebaut werden.

Der Umbau der Städte und der gesamten Flußtäler mit der Begrünung der Wälder zu Waldkammern war deshalb das "Vorsorgethema" 1, der größten Wichtigkeitsstufe.

Also mußten die Städte umgebaut werden, daher verkleinert und konzentriert werden, damit die Bewohner der Städte in der nächsten Nähe neu und ökologisch gesund angesiedelt werden können. Das "Konzept der dezentralisierten Konzentration" entsprach diesem Thema. Doch kein Städtebauer wagte grundsätzlich zu f o r d e r n , daß diese Notwendigkeit geboten sei, und daß damit zusammenhängend Landwirtschaft auf kleineren Flächen intensiver als bisher zu betreiben sei und daß mit allen diesen Fragen zusammen: die grundsätzliche Forderung nach einer allgemeinen Bodenreform zu stellen sei.
Die gesamte Besitzfrage von Flächen mußte neu gestellt werden.

 1* hierzu gehört eine Bildfolge: München als Ökostadt auf Sternenstruktur mit zwei Waldkammern und kleineren neuen Siedlungen, Städtchen und Dörfern mit zentralen Kultureinrichtungen und Blütendomen/ Musik- Licht- Farb- Energie- Domen.

2.* Berlin als Dezentrale Konzentration mit Waldkammern und kleinen neuen  Ökostadt-Gründungen im Umland, die blütenartig sind. Ein ähnliches Konzept stellte 5o Jahre früher in einem vereinfachten Prinzip der Architekt Bruno Taut vor.

3.* Für die Stadt Berlin holte ich verschiedene Stadtplanungskonzepte mit Landschaftsgestaltung und Bewaldungen nach verschiedenartigen Konzepten hervor und bemalte diese Konzepte für eine Ausstellung der LEG (Landesentwicklungsgesellschaft).

 

Mir war klar geworden, daß nur die gärtnerische Intensivpflege, verbesserter Kompost, und Windschutz, d.h. Mikroklimatisierung mit einhergehender Verlängerung von Anbau und Ernte in einem "integrierten System von Wasser-, Wind-, Wald-, Boden- und Gartenbaufläche" weiter führen würde. Dazu studierte ich alle damals bekannten Landwirtschafts-Gartenbausysteme auf biologisch-organischer Grundlage. Hinter jeder Methode lag eine andere Philosophie / Weltanschauung, die ich vergleichen lernte.

Es war daher zuerst einmal eine logische Frage: welche Art von Landwirtschaft auf nunmehr verkleinerten Flächen zwischen den Waldkammern und Heckennetzwerken und den immer breiter werdenden Feuchtauen, um die weiten mäandrierenden Fluß-, Bach-, Teichgewebe herum, könnte die Ernährung der Bevölkerung einer Stadt aus dem direkten Umland gewährleisten. Daher studierte ich nicht nur die Theorien von Leberecht Migge, sondern den biologisch-organischen, den biologisch-dynamischen Gartenbau nach R. Steiner, den Gärtnerhof nach Rudolph Schwartz, Theorien nach Hildegard von Bingen, chinesischen und japanischen und indischem (Ayurveda)- Gartenbau.

Hinter jedem Gartenbaukonzept entdeckte ich eine oftmals Jahrhunderte oder Jahrtausende alte Medizin/ Heilweise mit dazugehöriger Ernährungsweise, Mythologie, Kosmogonie, Vorstellungen von der Erschaffung der Welt bis in die gegenwärtige Religion in einem Lande.

In der Moderne entwickelten sich nun viele Formen wechselseitiger Überlagerungen unterschiedlicher Philosophien und Metaphysiken, Synkretismen und "Synenergien".

Uns bekannte heutige Religionen, wie Christentum, Islam, Hindusimus, Buddhismus etc. sind in Wahrheit im Laufe der Geschichte selber genaugenommen vielschichtige Synkretismen, wenn man weiter liegenden Ursprüngen nachgeht.

Zu diesen Themen hielt ich Vorlesungen an der Universität Charlottesville in Virginia.

 

Aus diesen jahrzehntelangen Studien geht heute das Projekt: Weltfriedensgarten hervor, das im Mittelpunkt jeder ökologischen-pädagogischen-sozialen "Modellregion" stehen soll.

Denn eines war schon damals  k l a r : wir benötigen Weltfrieden. Jeder Krieg, benötigt die Gelder, die wir zur Rettung der Erde benötigen, zerstört die Erde fundamentaler als alles Andere. Am schlimmsten die moderne Form von Krieg mit Atom-, Wasserstoff(-bomben), Biowaffen und Strahlenkriegen auf verschiedenster Basis (Laser, Tesla, Antimaterie, Tachyonen etc., d.h. moderne physikalische Erkenntnisse, die zum Guten helfen könnten, werden mißbraucht). Nur der innere Frieden im Menschen durch Bewußtseinsarbeit, kann zum Frieden der Völker führen.

Eines war mir schon zu Studienzeiten klar geworden: die moderne, agrochemische, industrielle Landwirtschaft war kurzsichtig auf rasche Erfolge ausgerichtet, zerstörte aber längerfristig die gesamte Umwelt und war selbst Mitursache zur Zerstörung der gesamten Klimabalance, zusammen mit der gesamten Industriewirtschaft. Immer wurde als Ursache für die Zerstörung der Erde und der gesamten Bisosphäre: die Bevölkerungsvermehrung angegeben, was jedoch meiner Meinung nach zur einseitigen Erklärung und Täuschung führt:

Es ist der "Lebensstil", der zerstört.* Dazu im Detail weitere Angaben.

Immer mehr ging es mir um die Freilegung der gesamten Verursacherketten, heutiger Nöte, um positive Anregungen zu vermitteln.

 

Zurück zum Städtebau: in diesen frühen Jahren entwickelte ich daher mehrere Beispiele für bergartige Städte, die bei hoher Verdichtung sich in ein Waldkammersystem einfügen. Diese Städte sollten total begrünt werden, um die selbe Abstrahlung und Klimabildung zu verursachen, um landschaftsökologisch betrachtet insgesamt wie ein Wald auf die Umwelt einzuwirken.

Diese Städte waren ab 1964 von mir so komponiert, daß die Kombination von Sonnenenergie, Wasser-, Wind-, Erd-Energie zur Versorgung beiträgt. Wasserkreisläufe sollten sich selbst reinigen etc., um überhaupt keine Gifte mehr an die weitere Umwelt abzugeben. Es waren völlig neuartige Verkehrssysteme geplant, da schon damals bekannt war, daß das Auto eine umweltzerstörende Alternative sei. Diese Städtebaukonzepte wurden alle preisgekrönt und werden noch genauer beschrieben. Zur gleichen Zeit baute ich viele Häuser und arbeitete bei den Gartenschauen meiner Eltern mit. Wir realisierten also immer und deshalb habe ich vor, auch wenn ich jetzt über Jahrzehnte vor allem lehrte und forschte, in der Zukunft unbedingt um die Realisierung einiger Beispiele zu kämpfen. Die neue Gesellschaft muß sich bilden und Beispiele v o r l e b e n , möglichst in vielen Varianten. Dazu gründete ich GEO - die "Gesellschaft für experimentelle und angewandte Ökologie" 1973 n o c h  mit meinen Eltern.

Diese Städte sollten daher ihre landwirtschaftlichen Produkte auf kürzestem Wege in die Stadt bringen. Die Selbstversorgergärten reichten bis in das Stadtinnere hinein - stern- oder blütenartig mit Flußauen, Tälern, Wiesen und Erholungsflächen. In den städtischen Zentren konnten nun auch einige Hochhäuser entstehen, die völlig neue kulturelle Aufgaben übernehmen würden. Sie wurden immer an besonderen magnetischen-geomantischen Stellen komponiert. Das geomantische Wissen bezog ich mehr und mehr ein: was meine Eltern jedoch nicht taten. Hier setzte also eine große Wende in meinem Wirken und Planen ein, das zu neuen Ufern der Erkenntnis führte, das über das Wissen und Wollen meiner Eltern hinausreichte und dieses Wissen wesentlich transformierte, da ich zugleich immer mehr "kosmisches Wissen" und die "Lehren der heiligen Geometrie” und der H a r m o n i k l e h r e  einbezog. was nicht verwechselt werden darf mit der Lehre der "Harmonie", auf die jedoch gegenwärtige Architekten sich hin und wieder beziehen. Ich komme also an gegebener Stelle auf diese Zusammenhänge zurück.

Bei der richtigen Musik wachsen Pflanzen besser, Kühe geben mehr Milch, Geburten werden leichter, Krankheiten heilen besser. Seltsamerweise erzielen gewisse indische Ragas und die Musik von Johann Sebastian Bach mehr Heilerfolge als andere Kompositionen. Die Ursachen erforschen immer mehr Musikwissenschaftler. Äußerst wichtig im Erkenntnisprozeß dazu sind die Beiträge der "Harmonik"-forschung und der Kristallisationsbeispiele von Wasser durch den japanischen Forscher Emoto: denn die Kristallisationsprozesse verunreinigter Gewässer, solcher, die mit bestimmter Musik oder Gebeten beschallt werden, lassen über die unterschiedliche Strukturbildung als Eis, tiefsinnige und verborgene Wirkweisen in der Natur nachweislich offenbar werden. Die Lehren dazu sind umfassend, weshalb ich dazu einen gesonderten Aufsatz schreibe.

 

Nun ersteinmal zur Idee der Stadthochhaus-Türme, die wie Spiralen oder Blütendome zur Übersteigerung der Stadt führen und eine alte Idee von Bruno Taut zur "Stadtkrone" weiterführen.

Hierzu muß ich nun ebenfalls einen Kommentar machen, der vielfach zu Mißverständnissen in meinem Werk geführt hat. Dieses Thema deute ich jetzt an, führt aber in später ausführlicheren Darstellungen zu einer Fülle (spiritueller und esoterischer) allgemeiner Fragenkomplexe.

Deshalb muß auch dieses Thema an anderer Stelle viel gründlicher vorgestellt werden.

 

Als junges Mädchen und auch noch als Studentin lehnte ich es ab Bücher zu lesen, mir also "äußeres Lernen, daher das Ablesen äußeren Wissens anzueignen". Deshalb lehnte ich die bestehenden Schulmethoden und auch die Lehrmethoden an Hochschulen und Universitäten teilweise ab.

Der Mensch sollte sein u r s p r ü n g l i c h e s  Wissen bewahren aus der Kindheit, aus Träumen und Visionen und es später k r e a t i v  weiterentwickeln, meinte ich. Durch zu viel Anlernen des veräußerten Wissens wird die schöpferische Entwicklungskraft des Menschen zerstört. Es sei das"innere= höhere Wissen" des Menschen zu bewahren, zu fördern und zu entwickeln. Inneres Wissen sei daher höher - insofern es höheren Bewußtseinssphären entspräche. Über dieses Wissen in höheren Bewußtseinssphären/ Schichten, Dimensionen hatte ich frühkindliche Visionen erfahren - darauf werde ich genauer eingehen.

Weil ich so dachte und handelte, entwickelte ich so viel wie möglich selbst und deshalb waren mir die Bergstadtideen und die Konzepte der "Stadtkrone" von Bruno Taut nicht bekannt.

So entwickelte ich damals das meiste aus meinen eigenen Anschauungen.

Erst nach dem 3o. Lebensjahr widmete ich mich dem Wissen anderer Menschen. Und so entdeckte ich tiefe Bezüge zu den Lehrern der "Gläsernen Kette", zu Bruno Taut und zu Hans Scharoun. Auf diese Phase muß ich natürlich viel gründlicher eingehen. In den Werken dieser "Lehrer" entdeckte ich mich wieder und etwa, bei mir nach weiteren tieferen Zusammenhängen suchend, über Karma-Theorien, Rückführungen etc. entdeckten wir: woher wir uns alle kennen und wann wir in früheren Leben schon zusammengearbeitet hatten. Diese Tiefenschau möchte ich zur erweiterten, umfassenden und tiefenpsychologischen Erfassung dieser Gestaltungsphänomene (jedoch später im Text) darstellen.

 

Diese transparentenen Stadt- Hochhaus Gebilde...

Durchsichtige Felsenstädte in Gebirgslagen, die entschweben...

Die Blüten der Bäume und die Samen, die segeln...das waren Themen aus frühkindlichen Visionen und Träumen, die mir später beim Studium plötzlich als Klarvisionen aus Landschaften, Stadtbauplänen und eigenen Entwürfen mit Musik erschienen. Ich malte sie in mein städtebauliches Skizzen- und Ideenbuch für Hans Scharoun und zeigte sie ihm. In den Jahren von 1954-57 besuchte er mich fast an jedem Wochenende in meiner Wohnung im Schloßpark Glienicke bei Berlin, als ich an der TU zu studieren begann.

Stadt-Hochhaustürme - Berge, Felsen, Blüten, Spiralen als Übersteigerung der Stadtidee, in den Himmel hinein komponiert, mit Gliedern, die sich verselbständigen und fliegen, bis zur Konzeption der "fliegenden Städte, die transparent und blütenhaft"sind:

Der "fliegende Mensch", jene Ursehnsucht des Menschen zu fliegen, selber ein Engel zu sein oder zu werden, der Engel, der als verantwortungsbewußter Mitschöpfer wirkt (Hildegard von Bingen), "Das Jahrhundert der Engel" nach Nostradamus, waren Stichworte, die die Sehnsüchte des Menschen einerseits nach seiner UR-HEIMAT, nach seinem wahren Wesen, die Suche nach dem  P a r a d i e s , charakterisierten. Dem ging ich nach. Alle diese Sehnsüchte begleiten die Menschheit seit Ur-Zeiten, wandeln sich und konkretisieren sich, erst als Utopien und nun  h e u t e  in der Gegenwart.

Diese Phänomene kündigen eine lange zukünftige Entwicklungsrichtung der Menschheit an, die wir verstehen lernen müssen , so befand ich damals.

Die Frage: was ist der Mensch, was will er, woher kommt er, wohin geht er,
ist auf völlig neuartige Weise in einer höheren Bewußtseinssphäre gestellt,
auf die sich die Menschheit hin bewegt.

Die Idee, dass wir ins Wassermannzeitalter gehen und in das "solare Zeitalter", wo wir diese Ur- Sehnsüchte realisieren, führt zu einer technischen Entwicklung auf niedriger Schwingung und zu einer spirituellen Entwicklung der geistigen Selbsttransformierung des Menschen, zu einer prinzipiell anderen und neuen Kultur, auf einer höheren - feinerstofflichen - integrativen Bewußtseinsstufe. In denjenigen Gruppierungen, wo ich lehre und mit denen ich kooperiere, nennen wir diese neue Bewußtseinsstufe: die  5 .  i n t e g r a l e B e w u ß t s e i n s s t u f e .

Nach der Erkenntnis meiner Lehrer geht es immer um die "innere-geistige, nach Höherentwicklung" strebende "innere, geistig-seelische" Entwicklung im Menschen, die sich im "Äußeren”, also der Umweltgestaltung, Architektur, Städtebau spiegelt.

Deshalb muß alle äußere Gestaltung diesen inneren, geistigen, seelischen-ganzheitlichen, holistischen Zielen dienen und ihren Grundprinzipien entsprechen.

Hier geht es nun wirklich um eine neue Philosophie als Bewußtseins- und Lebensweise, die wir die
o r g a n i s c h e  Lebens- und Bauweise nennen, die dieser 5. integralen Bewußtseinsstufe entspricht.

Das Organische Weltbild baut nicht mehr auf der Trennung biotischer und abiotischer Grundlagen auf, wie es jedoch in den heutigen materiellen Basiswissenschaften geschieht. Deshalb lehre ich den "mehrfältigen Paradigmenwechsel" der Wissenschaften. Die Entwicklung der Wissenschaften zu einem ganzheitlichen, holistischen, ökologischen Weltbild, wobei an der "Livingsystemstheorie" geschulte Lehren, die Chaostheorie, Komplexitätstheorie zu immer weiterführenden Komplexen in der Auffassung führen, wobei der Kosmos wieder als Organismus gedacht wird.

In der Lehre von James Lovelock und Lynn Margulis: Die Erde als Lebewesen und der Frage: Ist der Kosmos ein Lebewesen? entstehen Brücken zu den Weltbildern des Mittelalters, die wir mit der klassischen Aufklärung zu überwinden uns bemühten und es entstehen Brücken zu den Lehren von Hans Scharoun und Hugo Häring zur organischen Bauweise.

Deshalb lehre ich immer mehr eine Entwicklung der organischen Bauweise und forsche mehr und mehr im Rahmen der BIONIK, nämlich wie können die Bauweisen selbst biologisch werden, organische Werkstoffe und Konstruktionsweisen einbeziehen bzw. entwickeln, und wie können diese Materialien transparenter und in perlmuttartigen Lichtreflexen schimmern und wie könnte am Ende einer langen Entwicklung das lichtdurchscheinende und in bewegter Lichtmusik sich manistierende Haus als Dom sich manifestieren.

Das war ein Langzeitziel der Entwicklung, das ich mir in den frühen Jahren stellte. Niemals hätte ich jedoch mit einer so schnellen Entwicklung gerechnet: daß sich nämlich  n o c h im 2o. Jahrhundert viele dieser Entwicklungen manifestierten, sodaß man sie jetzt eigentlich nur noch manifestieren, integrieren und kombinieren muß. Darum ist die Realisierung näher gerückt als je.

 

An dieser Stelle sei nun auch zu vermerken, daß sich die Konzepte der Selbstversorgergärten - und Häuser dazu, auf dem Lande lockerer und in Städten dichter und höher gestapelt, im Laufe der Zeit konzeptionell veränderten. Auch an dieser Stelle sei darauf hinzuweisen, daß eine Vertiefung zu Ernährungslehren, die die Gesundheit und spirituelle Entwicklung des Menschen und seine Bewußtseinsfähigkeit steigern, logischerweise das veränderten,  w a s  i n den Gärten angebaut wird.

Diese komplexen Ernährungslehren, bauen darauf auf, daß jeder Mensch entsprechend seines wachsenden Bewußtseins andere Nahrung zu sich nimmt: in der 1. Phase wird der Fleischkonsum eingeschränkt, in der 2. Phase das Brot- und Getreideessen eingeschränkt zu Gunsten von Gemüse und Obstnahrung, eine 3. Phase führt zur Nahrung durch immer mehr Früchte und Obstsaft, eine 4. Phase geht mit Atemtechnikveränderung und Schulung der Gehirnwellentätigkeit Hand in Hand und führt zu Phasen, wo nur noch getrunken wird und eine 5. Phase mündet in das ein, was Jasmuheen lehrt.

Es ist allgemein anerkannt, daß bei einer derartigen Umstellung der Welthunger gemildert wird, daß von kleineren Flächen geerntet wird, und daß sich auch die Art und Weise des Pflanzen- oder Obstanbaus ändert, was landschaftsökologische Auswirkungen nach sich zieht. Gesundheit im Sinne von Prophylaxe wird gesteigert und die medizinischen Kosten werden gesenkt, was ebenso zu einer nachhaltigen Gesundheitsreform führt.

Es ist daher nur folgerichtig, weil die Aktionen parallel erfolgen, daß das Landschaftsbild, wie auch das Städtebild verändert wird, und sich langsam der Lebensstil, wie der Produktionsstil/ Wirtschaftsstil ändert, da es sich um wechselseitige integrale Aktivitäten als Langzeitentwicklungen handelt.

Ebenso wird verständlich, daß der langsame Entwicklungsweg von den ersten Landschaftsstädten als Berghügel mit einigen Stadthochhaustürmen in Spiralen sich ändert und entwickelt. Die Spirale als Lebensbaugesetz aller Pflanzen, des Wirbels im Wasser, derjenigen Tiere, die nach diesen Wirbeln konstruiert sind, bis zu fliegenden Gliedern der Natur in Blüten, Segeln, Blättern, dem Spiralwuchs der Farne zum Beispiel, uns zu wunderbaren Konstruktionsweisen führen.          

Und bis zu den Gesetzen des Kosmos hinauf reicht das Wissen um die Bewegungsgesetze der Spirale in Galaxien. Das Baugesetz der Spirale bedarf des vereinigten mathematischen Wissens um die Zahlengesetze und Geometrien der 1., 2., 3., 4.  Bewußtseinsstufe und diese wiederum integriert in der nachfolgenden 5., führt zu diesen höherentwickelten Strukturen, die auch der 5. integralen Bewußtseinsstufe entsprechen.

Deshalb wäre an dieser Stelle ein weiterer Aufsatz einzufügen, den ich für einen Vortrag in dem Lebensgut Pommritz komponierte.*

Meine frühen Hochhaustürme nehmen diese Grundbewegungen auf, doch erst jetzt gehe ich in verfeinerte biologische Materialien und Konstruktionsweisen über, mit einer höheren Geometrie und dazugehöriger Mathematik. Doch in Wahrheit habe ich dazu in Stille über viele Jahre studiert, gelernt und bewußt gemacht, was ich als Kind und junger Mensch visionär erfuhr und langsam über Jahre hin auf Realisierung hin überprüfte.

Diese frühen Stadthochhaustürme erscheinen oftmals als Widerspruch zu der reinen ökologischen Komponente, der Gesamtanlage der " berg-hügelähnlichen Stadt", die sich in eine Waldkammer einordnet.

Deshalb sollen hier die scheinbar gegensätzlichen Grundkomponenten noch einmal zusammengefasst vorgestellt werden:

    • 1. Phase: Landschaftsökologische Sanierung und Entwicklung: Wald auf Hügeln und Bergen zu Waldkammern vereinigen, Schaffung weiter Flächen als Feuchtauen um mäandrierende Flüsse herum, Fortnehmen der landwirtschaftlichen Flächen in der Nähe von Flüssen und Gewässern, dafür Schaffung kleiner intensiv bewirtschafteter Flächen in Hecken-Netzwerken zur Produktion biologischer Nahrungsmittel. Erprobung 12 verschiedener Gartenbaumethoden, Wachstumsunterstützung durch Musik, Umstellung der Ernährung zu Heilzwecken als prophylaktische Medizin mit spirituell-geistiger Bewußtseinsschulung. Die Entwicklung von Ökogarten und Ökohaus als Zelle.
    • 2. Phase: Entwicklung von Ökostadtteilen wie Hügel als Glied einer Waldkammer.
      Umbau bestehender Städte, Auslagerung von Bewohnern in neue, umliegende Ökostädte und Siedlungen. Dadurch werden in der Stadt sternartige Bebauungzonen mit dazwischen liegenden Grünanlagen, Gewässern und Selbstversorgergärten und neue Verkehrssysteme geschaffen.
    • 3. Phase: einige spiralige Hochhäuser als Kultureinrichtungen für multifunktionale integrale Nutzungen, mit Schulen, Universitäten, Kultureinrichtungen, Restaurants, Räume für Theater, Konzerte und Feierlichkeiten, Schwimmbädern und hängenden Gärten und sozialen Einrichtungen.
    • 4. Phase: Überhöhung durch transparente Bebauungen mit Leucht- und Symbolkraft
      Die Spirale als Gebäude symbolisiert die Evolution, den Gen-Code,
      die Struktur von kosmischen Galaxienbildungen und den Pflanzenwuchs.
      Als mehrschichtige Formen für organische Gestaltungsprinzipien in der Natur und bei der Galaxienbildung im Kosmos.
      Das Bauwerk symbolisiert ein evolutionäres, organisches und spirituelles Lebens-, Bau- und Bewußtseinsprinzip.
    • 5. Phase: einzelne Glieder können schweben oder fliegen, größere Teile können im Sinne einer Zwischenstufe der Weltraumfahrt zu erdnahen Raumstationen werden (Modellvorstellungen wie die Bienenschwarm-, Vogeltraum-Stadt oder Pusteblumen-Kommune), geeignet für Forschung und Lehre und Produktionsstätten gedacht, eventuell Sonnenenergiespeicherung, Nachrichtensatelliten mit Wohneinrichtungen.
       * Hierzu ein Sonderteil
      "Flying cities and evolutionary learning" - programs werden angeregt.

    • Das Wassermannzeitalter, das beginnt, wird diesen Ausdrucksformen menschlichen Handelns entsprechen, weil sie die uralten Sehnsüchte des Fliegens ausdrücken, die sich in diesem Zeitalter einmal auf wissenschaftlich-technischer Basis entsprechen und auf einer höheren spirituellen Bewußtseinsebene den Menschen zur Selbsttransformation anregen, um letztlich der Evolution zu einem höher entwickelten Wesen zu dienen.
    • Theorien zum "Wassermannzeitalter" oder dem künftigen "solaren" Zeitalter werden in einem gesonderten Kapitel, als prinzipielles Konzept zur Höherentwicklung vorgestellt und Diskussionen über die Vor- und Nachteile dieser Entwicklungshorizonte einbezogen.
    • Vom weitgefaßten Zukunftsprinzip zurück in die gegenwärtige Entwicklung:

      Das  o r g a n i s c h e Bauen mit einem  o r g a n i s c h e n Weltbild ist ein übergeordnetes, alle Bereiche des Lebens strukturierendes Leitziel, das sich nur langsam entwickelt.

      Die ersten organischen Bauleute und Architekten mußten dieses Ziel mit nicht adäquaten Mitteln vorstellen, also in hochtechnologischen Bauweisen, mit Hilfe von Stahl, Beton und Glas, was zwar im 2o. Jahrhundert als sehr fortschrittlich und weit entwickelt empfunden wurde, aber in Wahrheit der ökologischen wie organischen Konzeption widerspricht. Man mußte also mit veralteten Materialien einer neuen - übergeordneten Idee dienen. Dieser Widerspruch muß in Zukunft durch weiterentwickelte Materialien und Konstruktionen, die heute erforscht werden, gelöst werden. Biologisches Bauen, Bauökologie, Bio-Informatik und Bionik weisen neue Forschungsrichtungen auf, deren gegenwärtige und zukünftig mögliche Forschungen und Entwicklungen dazu führen werden, daß organische Bauweisen konsequenter als bisher realisiert werden. Das sind Kriterien, die uns bewußt waren. Auch Hans Scharoun oder Rudolf Steiner mußten die "zukünftige Idee" des organischen Bauens in irdisch-konstruktiven Bauweisen vorstellen. Wir heute jedoch ringen um ökologische und organische Bauweisen, die der Idee des Organischen mehr und mehr entsprechen.

       

      Nach diesem allgemeinen “Vorwort” werde ich in einem weiteren Beitrag meine "inneren spirituellen Entwicklungszyklen” darstellen, die sich nämlich aus meinen Visionen und "Wahrträumen" seit meiner frühen Kindheit ergeben. Denn diese Visionen sind es in Wahrheit, die in meine Vorstellungen bei jedem Realisierungsschritt in immer neuer Dimension konstruktiv einwirken.

      Ebenso muß in das Gesamtkonzept des organischen Lebens und Bauens die Idee einfließen, daß Mikro- und Makrokosmos sich in organischen holistischen Ideen erklären lassen, nach James Lovelock und Lynn Margulis, nach Arthur Koestler und Ken Wilber als "Holarchien in Holarchien" gekennzeichnet werden, wobei wiederum das Hierarchieprinzip erweiterte und differenzierte Erklärungen erfahren hat durch das Einbeziehen der Holarchien im organischen Bau- und Bewußtseinsprinzip.

       

    • © Merete Mattern

 

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